Shanghai

Sep 20
Posted by Korbi

Shanghai

Anreise: Bevor wir die östliche chinesische Kultur in vollen Zügen genießen konnten, mussten wir erst auf einen Flug mit insgesamt 10 Flugstunden und einem Zwischenstopp in der Sultanei Brunei vorbereiten. Geflogen sind wir mit der Fluggesellschaft des Sultans. Da dieses Land muslimischer Religion ist, wurde auf dem Rollfeld vor dem “take-off” erst mal 3 Minuten lang gebetet. Ohne das segnende Gebet macht der Pilot keinen Meter mehr. // Mal so nebenbei… man stelle sich vor man müsste bei anderen Airlines das “Vater unser…” beten, dann wäre aber die “Hölle” los, oder auch Allaaaaah. Naja egal.

In Brunei dann kurzer Aufenthalt auf dem Flughafen, mit Fliegerwechsel. So langsam konnte man Ahnen wo die Reise hingehen sollte, denn von den 100 Fluggästen waren nur noch wir die “Ausländer” und alles andere sah schon sehr asiatisch aus. Knappe 4 oder 5 Stunden später sind wir dann in Shanghai Pudong gelandet. Das Wetter war ein wenig bewölkt, oder war es gar SMOG? Man weiß es nicht, könnte auch beides gewesen sein.

Vom Flughafen ging es dann mit der deutschen Transrapid Bahn und geschmeidigen 430km/h in die Stadt. Um erst mal unser Gepäck los zu werden sind wir direkt in das Apartement unseres Freundes gegangen. Da das Klima recht schwül und warm war, waren wir ganz froh die kühle Luft einer Klimaanlage zu spüren. Im 33. Stock hatten wir dann auch eine recht angenehme Aussicht auf die Stadt und den Putuo District. Schon beeindruckend dass man in jeder Himmelsrichtung nur Stadt und Hochhäuser bis an den Horizont sehen kann, so lange der Smog sich ein wenig zurückhält.

Bald war der erste Tag auch schon vorbei und wir haben den Tag mit etwas Fast Food abgeschlossen.
Direkt am ersten Tag haben wir schon bemerkt, dass die Lebenserhaltungskosten dank der lokalen Währung RMB (Yuan) nicht gerade teuer wird. Ein Essen bei dem man sich anschließend kaum noch bewegen kann gibt es schon für 2,50€ sogar mit Getränken. :) Wobei man natürlich nicht unbedingt alles Essen sollte. Mein europäischer Magen musste sich den kulinarischen Spezialitäten der Asiaten erst mal anpassen. Und für einen Aufpreis von umgerechnet einem Euro kann man sich alles nach Hause liefern lassen. Sogar die Supermärkte haben Onlineshops die einem innerhalb von 24 Stunden die ganzen Einkäufe vor die Haustüre liefern. In Sachen Dienstleistung ist China top, auch wenn das meiste generell nur zu 75% erledigt wird.

Die nächsten Tage wollten wir natürlich die Stadt kennen lernen und mal durch die Straßen schleichen. Hier haben wir zügig gemerkt dass es so etwas wie eine StvO nur im Malbuch gibt. Auf den Straßen Schanghais gilt, wer zuerst hupt, der fährt zuerst. Blinken wurde sowieso schon durch hupen ersetzt, und Zebrastreifen sind nur reine Straßenbemalung. Doch trotz all dem Chaos funktioniert der ganze Verkehr verblüffend gut. Die ganzen Zeit in Shanghai habe ich nur einen Unfall erlebt und zwar wie ein Polizist mit seinem Motorrad einen Passanten einfach über den Haufen gefahren ist. Im Anschluss hat der Polizist ihm noch geholfen seine Brille zu finden und ist dann weitergefahren. Kaum vorstellbar in Deutschland.

Um ein Gefühl des Verkehrsgetümmels zu bekommen sind wir öfters Taxi gefahren. Taxis sind extrem kostengünstig im Vergleich zu Deutschland und man kann für wenig Geld die ganze Stadt durchqueren. Als zweites Verkehrsmittel haben wir noch die U-Bahn benutzt, in der man aber zur Rush Hour kaum atmen konnte, da die Abteile bis zum letzten Zentimeter mit Menschenmassen vollgestopft werden.

Einige Sehenswürdigkeiten haben wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Darunter z.B. das World Financial Center in Pudong, das bisher dritt höchste Gebäude der Welt, und einer Aussichtsplattform mir Glasboden auf knapp 500m. Geboten wurde dort oben eine Aussicht auf noch mehr Stadt.

Außerdem waren wir noch auf dem größten “Fake”markt Shanghais, auf dem es möglich ist so ziemlich alles zu kaufen was irgendwie als Marke bekannt ist. Aber wie der Name schon sagt ist die Ware generell nicht echt und kostet nur ein Bruchteil des Originalwertes. Dennoch hatten wir hier viel Spass und konnten uns fast neu einkleiden. Auf den Märkten gilt generell erbarmungslos Handeln. Wenn der Händler nicht will einfach den Platz verlassen und er wird früher oder später kommen und es dir für dein Wunschpreis verkaufen.

Eine weitere Sehenswürdigkeit war das Paulaner Bräuhaus in Shanghai. Hier konnte man Ausnahmsweise nach guten altem deutschen Rezept mit original deutschem Bier schlemmen.
Aber halt!! Ich wollte doch ins Ausland :) , also raus aus dem Bräuhaus und wieder wo anders hin.

Um den groben Überblick über die Stadt nicht zu verlieren haben wir mal eine Bus-Stadtrundfahrt gemacht. Da der Bus aber recht schnell fuhr und man auf den billigen Kopfhörern das gebrochene Deutsch nur kaum verstanden hatte, war die Bustour nicht unbedingt das Highlight.

Um mal etwas Abstand vom Stadtgetümmel zu bekommen sind wir an die “Cooldocks” direkt am Bund gegangen. Ein künstlich angelegter Sand-Dock mit Swimming Pool, bei dem man bei Cocktails (Mittags um zwölf) die Seele baumeln lassen kann.

Um auch mal etwas von der alt chinesischen Kultur in Erfahrung zu bringen, haben wir uns zu den alten Tempeln und anderen Bauten in der Stadt begeben. Aber hier sprechen Bilder mehr als Worte und ich verweise hiermit auf die Bildersektion. :)

Aber um den Artikel nicht noch länger zu gestalten werde ich hier mal einen Schnitt machen.
Weitere Ziele waren noch:
Era Circus (beeindruckende Akrobaten Show, ein muss in Shanghai);
Happyville (Freizeitpark mit Holzachterbahn)
Hangzhou (eine Stadt im äußeren Bezirk)
das Shanghai Oktoberfest (der Name sagt schon alles)
YuYuan Garden (alt chinesischer Koi Garten)

Am Ende von 2 Wochen Shanghai haben wir uns dann wieder mit Brunei Airlines zurück nach Australien fliegen lassen. Von Australien aus haben wir dann 3 Tage später unsere Heimreise nach Frankfurt angetreten. Ein angenehme Reise mit 22 Std. Flugzeit .

Die Heimat ruft.

Cheers da Korbi

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